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Inhaltsverzeichnis
- myPaysafe im Casino – mehr als nur ein Upgrade der Paysafecard
- myPaysafe-Konto erstellen: Registrierung und Verifizierung
- Funktionen des myPaysafe-Kontos im Casino-Kontext
- PIN-Einzahlung vs. myPaysafe-Konto: Wann lohnt sich der Wechsel?
- Der Trend zur Verifizierung: Ende der anonymen Prepaid-Einzahlung?
- Sicherheitsmerkmale und Kontoschutz bei myPaysafe
- FAQ zu myPaysafe im Casino
myPaysafe im Casino – mehr als nur ein Upgrade der Paysafecard
Vor zwei Jahren hat mir ein Leser eine Frage gestellt, die ich seitdem dutzende Male in Variationen gehört habe: „Ich habe im Casino 800 Euro gewonnen. Jetzt sagt der Support, ich kann nicht auf meine Paysafecard auszahlen. Was soll ich tun?“ Die Antwort führt immer zum selben Punkt: myPaysafe. Und die meisten Spieler wissen nicht einmal, dass es existiert.
myPaysafe ist das digitale Konto der Paysafe Group, das die anonyme Prepaid-Karte in ein vollwertiges Zahlungsinstrument verwandelt. Während der klassische 16-stellige PIN ein Einwegticket ist – Geld rein, kein Weg zurück –, bietet das myPaysafe-Konto Ein- und Auszahlungen, Kontoübersicht, Transaktionshistorie und die Möglichkeit, Restguthaben verschiedener PINs zusammenzuführen. Ende 2025 zählte die Paysafe Group 7,8 Millionen aktive Nutzer digitaler Wallets, ein Wachstum von 6 % gegenüber dem Vorjahr und der höchste Stand seit drei Jahren. Das Paysafe Wallet selbst hat bereits 500.000 registrierte Nutzer erreicht.
Für Casino-Spieler in Deutschland ist myPaysafe keine Nebensache, sondern zunehmend der einzige Weg, innerhalb des Paysafe-Ökosystems Gewinne abzuheben. Während die klassische Paysafecard als Einbahnstraße konzipiert ist – Geld fließt vom Spieler zum Casino, aber nicht zurück –, bietet das myPaysafe-Konto den fehlenden Rückkanal. Angesichts der Tatsache, dass 15 % der deutschen iGaming-Spieler die Paysafecard als bevorzugte Zahlungsmethode nutzen, betrifft diese Frage eine erhebliche Spielerpopulation.
In diesem Artikel erkläre ich, wie Sie das Konto einrichten, welche Funktionen es im Casino-Kontext bietet, und ob sich der Wechsel vom anonymen PIN zum verifizierten Konto für Sie lohnt. Die Entscheidung ist nicht trivial – sie betrifft Anonymität, Komfort und Kosten gleichermaßen.
myPaysafe-Konto erstellen: Registrierung und Verifizierung
Die Registrierung bei myPaysafe beginnt unauffällig. Sie besuchen die Paysafe-Website, klicken auf „Konto erstellen“ und geben eine E-Mail-Adresse ein. Dann ein Passwort, Ihr vollständiger Name, Geburtsdatum und Wohnadresse. Bis hierhin unterscheidet sich der Prozess nicht von der Anmeldung bei einem beliebigen Online-Dienst. Die eigentliche Hürde kommt danach.
Die Verifizierung – im Fachjargon KYC, Know Your Customer – ist der Schritt, der myPaysafe von einem einfachen Online-Konto zu einem regulierten Finanzinstrument macht. Sie müssen ein gültiges Ausweisdokument hochladen: Personalausweis oder Reisepass, Vorder- und Rückseite, gut lesbar fotografiert. In vielen Fällen verlangt Paysafe zusätzlich einen Adressnachweis – eine Nebenkostenabrechnung, einen Kontoauszug oder eine Meldebescheinigung, jeweils nicht älter als drei Monate.
Die Bearbeitungsdauer der Verifizierung schwankt. In meinen eigenen Tests und den Berichten von Lesern lagen die Zeiten zwischen wenigen Stunden und fünf Werktagen. Die häufigsten Gründe für Verzögerungen: unscharfe Fotos, abgeschnittene Dokumentenränder, abgelaufene Ausweise oder Abweichungen zwischen den angegebenen Daten und den Dokumenten. Mein Tipp: Fotografieren Sie Ihren Ausweis bei Tageslicht, auf einem dunklen, einfarbigen Hintergrund, ohne Blitzreflexionen. Stellen Sie sicher, dass alle vier Ecken sichtbar sind. Diese dreißig Sekunden Sorgfalt können Ihnen Tage ersparen.
Nach erfolgreicher Verifizierung haben Sie Zugang zu allen Funktionen des Kontos. Sie können PINs einlösen und das Guthaben zentral verwalten, Einzahlungen bei Casino-Anbietern tätigen, Auszahlungen von Casinos empfangen und Guthaben per SEPA-Überweisung auf Ihr Bankkonto transferieren. Das Konto hat eine Guthabenobergrenze von 5.000 Euro für vollständig verifizierte Nutzer – ein Limit, das für die meisten Casino-Spieler ausreichend ist, aber für High Roller eine Einschränkung darstellen kann.
Zwischen der Registrierung und der vollständigen Verifizierung gibt es eine Übergangsphase, in der Ihr Konto eingeschränkt funktioniert. Sie können in dieser Phase PINs einlösen und kleinere Transaktionen durchführen, aber Auszahlungen vom Casino und Überweisungen auf das Bankkonto sind erst nach abgeschlossener Verifizierung möglich. Planen Sie diese Phase ein – und starten Sie die Verifizierung nicht erst dann, wenn Sie dringend eine Auszahlung brauchen. Die effizienteste Vorgehensweise: Registrieren Sie sich, laden Sie sofort Ihre Dokumente hoch, und warten Sie die Bestätigung ab, bevor Sie die erste Casino-Einzahlung tätigen.
Ein Detail, das bei der Einrichtung oft vergessen wird: Aktivieren Sie sofort die Zwei-Faktor-Authentifizierung. myPaysafe bietet die Option, bei jedem Login einen zusätzlichen Code per SMS oder Authenticator-App abzufragen. Ohne diese Schutzschicht reicht ein geknacktes Passwort, um auf Ihr Guthaben zuzugreifen. Mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung braucht ein Angreifer zusätzlich Ihr Telefon. Der Aufwand für Sie: fünf Sekunden pro Login. Der Schutzgewinn: erheblich.
Eine Frage, die immer wieder auftaucht: Kann ich mehrere myPaysafe-Konten haben? Die Antwort ist nein. Paysafe erlaubt pro Person nur ein Konto, und die Verifizierung stellt sicher, dass diese Regel eingehalten wird. Das ist keine willkürliche Einschränkung, sondern eine regulatorische Anforderung, die der Geldwäscheprävention dient. Wenn Ihr bestehendes Konto gesperrt oder deaktiviert wurde, müssen Sie den Support kontaktieren – ein zweites Konto unter anderem Namen zu eröffnen, ist nicht nur verboten, sondern wird bei der Verifizierung erkannt.
Die gesamte Kontoeinrichtung lässt sich auch über die myPaysafe-App auf dem Smartphone erledigen. Die App bietet die gleichen Funktionen wie die Desktop-Version, ergänzt um einen Barcode-Scanner: Sie können den 16-stelligen PIN auf dem Kassenbon einfach scannen, statt ihn manuell einzutippen. Angesichts der Tatsache, dass rund 80 % der Online-Spieler mittlerweile das Smartphone nutzen, ist die App kein Luxus, sondern der logische Einstiegspunkt für die meisten Nutzer.
Funktionen des myPaysafe-Kontos im Casino-Kontext
Bruce Lowthers, CEO der Paysafe Group, hat den Paysafe Wallet im Earnings Call zum vierten Quartal 2025 als einen der Wachstumstreiber des Unternehmens hervorgehoben: Das Produkt habe starke Dynamik gezeigt, mit 500.000 registrierten Nutzern und einem klaren Fokus auf Europa für 2026. Diese strategische Ausrichtung erklärt, warum myPaysafe im Casino-Kontext zunehmend an Bedeutung gewinnt – es ist nicht nur ein Zusatzprodukt, sondern ein zentraler Baustein der Paysafe-Wachstumsstrategie.
Im Casino-Alltag bietet myPaysafe vier Kernfunktionen. Die erste und offensichtlichste: Einzahlung per Wallet statt per PIN. Anstatt jedes Mal einen neuen 16-stelligen Code einzutippen, wählen Sie im Kassenbereich des Casinos „myPaysafe“ oder „Paysafe Wallet“, loggen sich in Ihr Konto ein und bestätigen den Betrag. Der Vorteil liegt in der Geschwindigkeit – zwei Klicks statt 16 Ziffern – und in der Fehlerreduktion. Tippfehler bei der PIN-Eingabe sind einer der häufigsten Gründe für fehlgeschlagene Einzahlungen.
Die zweite Funktion: Auszahlung. Hier liegt der entscheidende Mehrwert gegenüber dem klassischen PIN. Casino-Gewinne können direkt auf das myPaysafe-Konto überwiesen werden. Von dort lässt sich das Guthaben per SEPA-Überweisung auf das Bankkonto transferieren oder für neue Einzahlungen verwenden. Die Transaktionen pro Nutzer sind 2025 um 6 % gestiegen – ein Zeichen dafür, dass die Wallet-Nutzer das System aktiv und regelmäßig verwenden, nicht nur als gelegentlichen Auszahlungskanal.
Die dritte Funktion: PIN-Konsolidierung. Jeder Paysafecard-Nutzer kennt das Problem: Sie haben drei Karten mit Restguthaben von 3,20 Euro, 7,50 Euro und 12,80 Euro. Keine davon reicht für eine Casino-Mindesteinzahlung von 10 Euro. Mit myPaysafe lösen Sie alle drei PINs ein und haben 23,50 Euro auf dem Konto – ein einziges, nutzbares Guthaben. Diese Funktion allein spart über die Zeit erhebliche Beträge, die sonst als totes Guthaben auf ungenutzten Karten liegen würden.
Die vierte Funktion: Transaktionsübersicht. Das Konto zeigt alle Ein- und Auszahlungen chronologisch an, mit Datum, Betrag und Empfänger. Für Spieler, die ihre Casino-Ausgaben im Blick behalten wollen, ist das ein wertvolles Werkzeug. Die Paysafecard-PINs bieten diese Transparenz nicht – einmal eingelöst, verschwindet die Transaktion aus dem Blickfeld.
Eine fünfte Funktion, die im Casino-Kontext selten erwähnt wird: die Möglichkeit, eigene Ausgabenlimits zu setzen. Unabhängig vom LUGAS-Limit von 1.000 Euro pro Monat können Sie im myPaysafe-Konto ein persönliches Ausgabenlimit definieren, das unterhalb der regulatorischen Grenze liegt. Wer sich zum Beispiel ein Budget von 200 Euro pro Monat für Casino-Einzahlungen setzt, kann dieses Limit im Konto verankern und sich davor schützen, im Eifer des Spiels die eigene Grenze zu überschreiten. Nicht jeder Spieler braucht das, aber für Menschen, die bewusst Grenzen setzen wollen, ist es ein nützliches Werkzeug.
Aus meiner Erfahrung nutzen die meisten Spieler myPaysafe zunächst nur als Auszahlungskanal und entdecken die weiteren Funktionen erst nach einigen Wochen. Die PIN-Konsolidierung ist dabei der häufigste „Aha-Moment“ – viele wussten nicht, dass man Restguthaben zusammenführen kann, und hatten über Monate hinweg kleinere Beträge auf ungenutzten Karten liegen. Über die Paysafe-Plattform laufen jährlich Transaktionen in Höhe von über 150 Milliarden US-Dollar – ein Volumen, das die technische Infrastruktur und Zuverlässigkeit des Systems unterstreicht.
PIN-Einzahlung vs. myPaysafe-Konto: Wann lohnt sich der Wechsel?
Die ehrliche Antwort auf die Frage „Brauche ich ein myPaysafe-Konto?“ lautet: Es kommt darauf an, was Sie mit der Paysafecard im Casino vorhaben. Wenn Sie gelegentlich kleine Beträge einzahlen, nie auszahlen wollen und Anonymität Ihre oberste Priorität ist, reicht der PIN. Wenn Sie regelmäßig spielen, Gewinne abheben möchten und den Überblick über Ihre Transaktionen behalten wollen, führt kein Weg am Konto vorbei.
Hier die konkreten Unterschiede. Anonymität: Der PIN ist anonym bis zur Casino-Registrierung. Das myPaysafe-Konto erfordert eine vollständige Identitätsprüfung. Die Anonymität der Paysafecard gegenüber dem Casino bleibt in beiden Fällen bestehen – das Casino erhält keine Bankdaten –, aber gegenüber Paysafe selbst geben Sie mit dem Konto Ihre Identität preis.
Einzahlungslimits: Ein einzelner PIN hat ein Maximum von 100 Euro im Standardnominal. Mehrere PINs können kombiniert werden, aber der Gesamtbetrag pro Casino-Einzahlung variiert je nach Anbieter. Das myPaysafe-Konto erlaubt Einzahlungen bis zum Kontoguthaben von maximal 5.000 Euro. Beide Wege unterliegen dem LUGAS-Monatslimit von 1.000 Euro – das können Sie weder mit PIN noch mit Konto umgehen.
Auszahlung: Nur über das myPaysafe-Konto. Mit dem PIN ist keine Auszahlung möglich. Wenn Sie vorhaben, Casino-Gewinne innerhalb des Paysafe-Systems zu erhalten, ist das Konto alternativlos.
Kosten: Das Konto ist in der Grundnutzung kostenlos. Aber nach zwölf Monaten Inaktivität fällt eine monatliche Gebühr von 3 Euro an, die vom Kontoguthaben abgezogen wird. Der PIN hat keine laufenden Kosten, solange er innerhalb von zwölf Monaten eingelöst wird – danach gilt dieselbe Inaktivitätsgebühr für das Restguthaben auf der Karte.
Die Paysafe Group investiert zunehmend in innovative Produkte. Der sogenannte Vitality Index – Einnahmen aus neuen Produktinitiativen – erreichte 2025 rund 270 Millionen US-Dollar, was 16 % der Gesamteinnahmen entspricht, verglichen mit weniger als 2 % im Jahr 2022. Dieser Trend zeigt, dass Paysafe aktiv neue Funktionen entwickelt, die über den klassischen Voucher hinausgehen. Für Spieler bedeutet das: Das myPaysafe-Konto wird in den kommenden Jahren wahrscheinlich weitere Funktionen erhalten, die den PIN nicht abbilden kann.
Meine Empfehlung: Richten Sie das Konto ein, auch wenn Sie es jetzt noch nicht brauchen. Die Verifizierung dauert wenige Tage, und Sie haben danach die Option, jederzeit auf den Wallet umzusteigen. Wer erst im Moment der Auszahlung feststellt, dass er ein Konto braucht, verliert Zeit – und möglicherweise die Geduld.
Ein konkretes Szenario verdeutlicht den Unterschied: Spieler A kauft eine 50-Euro-Paysafecard, zahlt per PIN ein, gewinnt 200 Euro und möchte auszahlen. Ohne myPaysafe-Konto muss er jetzt eine alternative Methode wählen – Banküberweisung oder E-Wallet –, die Verifizierung beim Casino durchlaufen und drei bis fünf Werktage auf das Geld warten. Spieler B hat im Vorfeld ein myPaysafe-Konto eingerichtet. Er wählt die Auszahlung auf seinen Wallet, erhält das Geld innerhalb weniger Stunden und kann es sofort für eine neue Einzahlung verwenden oder auf sein Bankkonto überweisen. Der Vorbereitungsaufwand von Spieler B betrug einmalig zwanzig Minuten. Der Zeitvorteil bei jeder weiteren Auszahlung: mehrere Tage.
Ein weiterer Punkt, der in der PIN-vs-Konto-Debatte unterschätzt wird: die emotionale Komponente. Der PIN ist anonym und damit psychologisch „leichter“ – Sie geben Geld aus, ohne eine direkte Verbindung zu Ihrer Identität. Das myPaysafe-Konto zwingt Sie, sich mit Ihrer Identität als Spieler auseinanderzusetzen. Die Transaktionshistorie zeigt schwarz auf weiß, wie viel Sie in den letzten Monaten eingezahlt haben. Für manche ist das unangenehm. Für verantwortungsbewusste Spieler ist es ein Vorteil, der über den finanziellen Nutzen hinausgeht.
Der Trend zur Verifizierung: Ende der anonymen Prepaid-Einzahlung?
Im Jahr 2019 konnte man eine Paysafecard kaufen, in einem Online-Casino einlösen und spielen, ohne jemals seinen Namen zu nennen. Dieser Zustand ist Geschichte. Der Trend zur Verifizierung hat die Paysafecard-Welt fundamental verändert – und er wird sich fortsetzen.
Mehr als 75 % des deutschen Online-Glücksspiels finden auf regulierten Plattformen statt, und jede davon verlangt eine Identitätsprüfung bei der Registrierung. Die Paysafecard-Einzahlung verschiebt den KYC-Moment nur zeitlich – sie eliminiert ihn nicht. Spätestens bei der ersten Auszahlung, oft schon bei kumulierten Einzahlungen über 200 Euro, fordert das Casino Ausweisdokumente an. Die Anonymität der Karte endet an der Schwelle des Casinos.
Auf Seiten der Paysafe Group ist ein paralleler Trend erkennbar. Das myPaysafe-Konto – mit vollständiger Identitätsprüfung – wird zunehmend als Standard positioniert, während der anonyme PIN als Einstiegsprodukt für Gelegenheitsnutzer verbleibt. Die strategische Richtung ist klar: verifizierte Nutzer sind für Paysafe wertvoller, weil sie mehr Transaktionen durchführen, höhere Umsätze generieren und dem Unternehmen helfen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Paysafecard-Codes lassen sich derzeit auf mehr als 4.500 Websites einlösen, aber die Tendenz geht auch bei Händlern außerhalb des iGaming-Sektors in Richtung verifizierte Accounts.
Für Casino-Spieler hat dieser Trend eine wichtige Konsequenz: Die Anonymität, die viele an der Paysafecard schätzen, bezieht sich zunehmend nur noch auf den Zahlungsweg, nicht auf die Person. Ihr Casino weiß, wer Sie sind. Paysafe weiß es, wenn Sie ein myPaysafe-Konto haben. Was anonym bleibt, ist die Verbindung zwischen Ihrem Bankkonto und dem Casino – das Casino kennt keine Bankdaten, und Ihre Bank sieht keine Casino-Transaktionen. Diese „Zahlungsweg-Anonymität“ ist der reale Datenschutzvorteil der Paysafecard in der post-KYC-Welt.
Werden Casinos ohne Verifizierung und ohne Limits weiterhin existieren? Wahrscheinlich ja, aber zunehmend am Rand des Marktes. Die GGL verstärkt ihre Durchsetzungsmaßnahmen kontinuierlich, und die Kooperation mit europäischen Aufsichtsbehörden macht es Offshore-Anbietern schwerer, deutsche Spieler zu erreichen. Wer auf langfristige Verfügbarkeit und Rechtssicherheit setzt, fährt mit dem verifizierten Weg besser – auch wenn er weniger komfortabel ist als der anonyme PIN früherer Jahre.
In meiner täglichen Arbeit beobachte ich, wie sich die Einstellung der Spieler zur Verifizierung verschiebt. Vor drei Jahren war das myPaysafe-Konto für viele ein lästiger Zusatzschritt. Heute fragen mich Leser proaktiv, wie sie es einrichten können, weil sie verstanden haben, dass es den einzigen Rückkanal für ihre Gewinne darstellt. Die Paysafecard wird nicht verschwinden – sie bleibt als Einstiegsprodukt und als Instrument für kontrollierte Einzahlungen relevant. Aber der langfristige Trend zeigt in Richtung Wallet: verifiziert, flexibel und in beide Richtungen nutzbar. Wer sich jetzt darauf einstellt, ist für die Entwicklungen der nächsten Jahre vorbereitet.
Sicherheitsmerkmale und Kontoschutz bei myPaysafe
Ein Konto, auf dem Hunderte oder Tausende Euro liegen, ist ein Ziel. Die Paysafe Group ist sich dessen bewusst – mit einem Jahresumsatz von 1,701 Milliarden US-Dollar und Millionen aktiver Nutzer hat das Unternehmen erhebliche Ressourcen in die Sicherheitsinfrastruktur investiert. Paysafe verarbeitet als Gruppe ein jährliches Zahlungsvolumen von über 150 Milliarden US-Dollar – ein Volumen, das eine entsprechende Sicherheitsarchitektur erfordert. Aber kein System ist unverwundbar, und die Verantwortung für die Kontosicherheit liegt am Ende bei Ihnen.
Die wichtigste Schutzschicht ist die bereits erwähnte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Ohne sie ist Ihr Konto nur durch ein Passwort geschützt – und Passwörter werden gestohlen, erraten oder bei Datenlecks anderer Dienste kompromittiert. Mit aktivierter Zwei-Faktor-Authentifizierung reicht ein Passwort allein nicht aus, um auf das Konto zuzugreifen. Verwenden Sie nach Möglichkeit eine Authenticator-App statt SMS, weil SMS-Codes durch SIM-Swapping-Angriffe abgefangen werden können.
Die zweite Schutzschicht: die PIN-Sicherheit selbst. Wenn Sie eine physische Paysafecard kaufen, erhalten Sie einen 16-stelligen Code auf einem Kassenbon oder einer Karte. Dieser Code ist Geld – wer ihn kennt, kann ihn einlösen. Bewahren Sie PINs niemals ungesichert auf Ihrem Smartphone, in E-Mails oder in Textdateien auf dem Computer auf. Wenn Sie PINs online kaufen, achten Sie auf den Absender der E-Mail und die URL des Anbieters. Phishing-Seiten, die das Paysafecard-Design imitieren, sind eine bekannte Bedrohung. Geben Sie den PIN nur auf der offiziellen myPaysafe-Website oder direkt im Kassenbereich eines verifizierten Casinos ein.
Paysafe bietet die Möglichkeit, ungenutzte PINs über das myPaysafe-Konto zu sperren. Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein PIN kompromittiert wurde, können Sie ihn sofort deaktivieren – das verbleibende Guthaben bleibt auf dem Konto erhalten, aber der PIN kann nicht mehr eingelöst werden. Dieses Feature ist besonders nützlich, wenn Sie PINs per E-Mail erhalten haben und Ihr E-Mail-Konto möglicherweise kompromittiert wurde.
Im Casino-Kontext kommt eine dritte Schutzschicht hinzu: Die Trennung zwischen Casino-Konto und Zahlungskonto. Wenn ein Casino gehackt wird, sind Ihre myPaysafe-Zugangsdaten nicht betroffen, sofern Sie unterschiedliche Passwörter verwenden. Das Casino kennt zwar Ihren myPaysafe-Benutzernamen für die Zahlungsabwicklung, aber nicht Ihr Passwort oder Ihren Zwei-Faktor-Code. Die Auszahlung von Ihrem myPaysafe-Konto – etwa auf Ihr Bankkonto – kann nur Sie selbst auslösen, nicht das Casino.
Abschließend eine Checkliste, die ich jedem myPaysafe-Nutzer ans Herz lege: Verwenden Sie ein einzigartiges, starkes Passwort, das Sie bei keinem anderen Dienst nutzen. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung per Authenticator-App. Loggen Sie sich niemals über Links in E-Mails ein, sondern immer direkt über die offizielle URL. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Transaktionshistorie auf unbekannte Buchungen. Und bewahren Sie Ihre Paysafecard-PINs physisch sicher auf – ein Foto auf dem Smartphone ist bequem, aber bei Diebstahl des Geräts auch für den Dieb zugänglich. Diese Grundregeln sind nicht spezifisch für myPaysafe, aber sie sind die Basis für jeden sicheren Umgang mit digitalem Geld.
FAQ zu myPaysafe im Casino
Brauche ich ein myPaysafe-Konto, um im Casino zu spielen?
Nein, für die Einzahlung im Casino reicht ein klassischer Paysafecard-PIN. Das myPaysafe-Konto wird erst dann notwendig, wenn Sie Casino-Gewinne innerhalb des Paysafe-Systems auszahlen möchten. Ohne Konto stehen Ihnen alternative Auszahlungsmethoden wie Banküberweisung oder E-Wallets zur Verfügung. Das Konto bietet jedoch zusätzliche Vorteile wie PIN-Konsolidierung, Transaktionsübersicht und höhere Einzahlungslimits.
Ist die Nutzung von myPaysafe kostenlos?
Die Grundnutzung des myPaysafe-Kontos ist kostenlos. Es fallen keine Gebühren für Registrierung, Verifizierung oder reguläre Transaktionen an. Nach zwölf Monaten Inaktivität wird jedoch eine monatliche Gebühr von 3 Euro vom Kontoguthaben abgezogen. Um diese Gebühr zu vermeiden, führen Sie mindestens eine Transaktion pro Jahr durch oder überweisen Sie Ihr Restguthaben rechtzeitig auf Ihr Bankkonto.
Kann ich ohne myPaysafe-Verifizierung Gewinne auszahlen?
Nicht über das Paysafe-System. Ohne verifiziertes myPaysafe-Konto müssen Sie eine alternative Auszahlungsmethode wählen, die auf Ihren verifizierten Namen registriert ist – etwa eine Banküberweisung oder ein E-Wallet. Die KYC-Verifizierung beim Casino selbst ist unabhängig von myPaysafe und bei GGL-lizenzierten Anbietern für jede Auszahlung erforderlich.